Ratgeber & Podcast

für Franchisezentralen

Die Vorteile einer bekannten Marke im Franchising

Eine Existenzgründung im Franchising bietet
einige Vorteile – die zwei wichtigsten sind zum einen das erprobte
Geschäftskonzept und zum anderen die bekannte Marke. Gegen Gebühr können
Unternehmer sowohl das Know-how eines Franchise-Konzepts übernehmen, als auch
die Marke nutzen. Hieraus können sich für den Existenzgründer wichtige
Marktvorteile ergeben. Besonders Branchen-Quereinsteiger und noch unerfahrene
Neu-Unternehmer profitieren von ausgereiften Franchise-Konzepten.

Menschen in unserem Kulturkreis greifen in nahezu allen Lebenslagen gerne
auf Bekanntes und Bewährtes zurück. Ob Restaurant, Autowerkstatt,
Nachhilfeinstitut oder Modeboutique: Ist man unentschlossen, führt der Weg
schnell zu einem Anbieter mit vertrauter Marke. Hier spielen
Wiedererkennungswert und positive Assoziationen die Hauptrolle. Entweder hat man
bereits selbst positive Erfahrungen mit einer Marke sammeln können, das
Unternehmen wurde einem von Freunden oder der Familie empfohlen oder aber das
Marketing und das Image der Marke haben einen überzeugenden Eindruck
hinterlassen.

Der Markenname sollte natürlich
eingängig sein und das Logo auffällig und einprägsam. Diese Kriterien zu
erfüllen obliegt dem Franchise-Geber und ist sicherlich einfacher gesagt als
getan. Experten können bei der Marken“ Attributes=“target=_blank-Entwicklung einen wichtigen Beitrag leisten, der sich mit wachsender
Bekanntheit der Marke sicher auszahlt. Oftmals gibt es auch einen Slogan, der
die Marke prägt. Bei McDonald’s ist es zum Beispiel „Ich liebe es“, MR.BAKER
„…backt pausenlos frisch“ und Studienkreis bietet „Profi-Nachhilfe für alle!“.

Die Marke aus Sicht der Franchise-Nehmer
Bereits
bevor ein Interessent Franchise-Nehmer wird, spielt die Marke neben den
eigentlichen Leistungen eines Franchise-Systems für seine Partner eine wichtige
Rolle. Schließlich kann man davon ausgehen, dass der Franchise-Interessent die
Marke bereits aus dem privaten Bereich kennt und eventuell sogar Kunde ist.
Nicht selten werden aus Fans einer Marke besonders erfolgreiche
Franchise-Partner. Eine starke Marke ist in vielerlei Hinsicht wichtig für den
unternehmerischen Erfolg eines Franchise-Systems und natürlich auch für den
Erfolg der Franchise-Partner. Schließlich werden im Franchising erfolgreiche
Geschäftskonzepte multipliziert und somit auch die Markenbekanntheit gesteigert.
Jeder Franchise-Nehmer wird Repräsentant der Marke.

Auf der Suche nach dem passenden
Franchise-Konzept, sollten angehende Franchise-Gründer auch die Kraft der Marke
eines Franchise-Systems zu erfassen versuchen. Natürlich sollten aber auch das
Geschäftskonzept, die Höhe der Gebühren und die weiteren Leistungen, wie
Einkaufsvorteile, Back Office oder Unterstützung in vielen weiteren Bereichen,
geprüft werden. In Sachen Marke profitieren die Franchise-Nehmer von einem
gemeinsamen Marktauftritt – egal ob Franchise-Geber-Betrieb oder
Franchise-Nehmer-Betrieb. Diesen einheitlichen Markenauftritt findet man in
vielen unternehmerischen Bereichen. Hierzu zählen beispielsweise: Websites, Werbeschilder im Innen- und Außenbereich, Visitenkarten und Briefpapier, Verpackungen und Werbung in allen Formen.

Die Marke aus Sicht der Franchise-Geber
Wie bereits
erläutert, ist für die Entwicklung einer starken Marke der Franchise-Geber
zuständig. Wenn sich also ein Unternehmen mit einem funktionierenden
Geschäftskonzept dazu entschließt via Franchising zu expandieren, so muss es
spätestens zu diesem Zeitpunkt eine geeignete Markenstrategie entwickelt haben.
Diese ist elementar für den Erfolg eines Franchise-Systems. Denn dass starke
Marken einen echten Wettbewerbsvorteil bieten, ist unbestritten. Vor allem in
Wirtschaftskrisen hat sich gezeigt, dass sich entsprechend gut positionierte
Marken sehr viel besser am Markt durchsetzen konnten. Doch nicht nur die
Gegenwart wird mit einer guten Marke gesichert, auch die Zukunft wird mit ihr
gestaltet.

So sollte eine starke Marke auch immer flexibel sein und sich neuen
Marktgegebenheiten anpassen können oder aber selbst neue Trends setzen.
Aufgebaut werden Marken am besten mit einem konsequenten Marketing-Mix und der
Übertragung der Marke auf alle Unternehmensbereiche. Wird dies konsequent
durchgeführt – auf nationaler Ebene vom Franchise-Geber und auf regionaler Ebene
von den Franchise-Partnern – führt das zu einer stärkeren Präsenz auf dem Markt
mit allen Vorteilen, die das mit sich bringt: mehr Kunden, höhere Gewinne und
beste Chancen für die Zukunft.

In dem Buch „Praxisbuch Franchising – Konzeptaufbau und Markenführung“
von Veronika Bellone und Thomas Matla findet sich eine praktische Checkliste für
die Messkriterien der Markenstärke, die im Folgenden zitiert wird:

  • Markenbekanntheit
  • Markenimage
  • Markenvertrauen
  • Markenrelevanz
  • Markenklarheit und -konsistenz
  • Kommunikationsintensität
  • Markeninvestitionen
  • Internationalität
  • Entwicklungspotential
  • Marktgröße und Marktwachstum versus Marktanteil und
    Marktanteilswachstum
  • Umsatzprofitabilität und Ertrag
  • Rechtliche Absicherung (Markeneinträge)

Die Arbeit für den Franchise-Geber ist aber mit der Etablierung einer
starken Marke nicht vorbei. Schließlich geht es auch darum, sich mit dem Markt
weiterzuentwickeln. Im Idealfall sollte die Marke jährlich „unter die Lupe“
genommen werden. Wo steht man aktuell? Wird das Potential voll ausgeschöpft? Wo
will man hin? Wie sieht der Markt aktuell aus? Wo tun sich Chancen auf und wo
lauern vielleicht Gefahren? Am Ende sollte eine Analyse der Stärken und
Schwächen der Marke stehen, die deutlich macht, wo es Verbesserungsbedarf
gibt.

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