Ratgeber & Podcast

für Franchisezentralen

Franchising: Erfahrung und Partnerschaften sinnvoll nutzen

Der gegenwärtige Markt ist von über 900 Unternehmen im Bereich Franchise geprägt. Franchise-Geber nutzen für ihre Expansion Franchise-Nehmer beziehungsweise Franchise-Partner. Während das Franchise-Konzept ursprünglich aus den USA stammt, wo es seit den späten 1960er Jahren größere Verbreitung fand, nutzen immer mehr Start-ups und aufstrebende junge Unternehmen dieses System. Neben den etablierten Franchise-Riesen wie McDonalds oder Subway finden sich Unternehmen nahezu aller Branchen und Größen. Dies wirft die Frage auf, wie Franchise-Geber ihre Erfahrungen nutzen können, um sich in diesem wachsenden Markt zu behaupten. Besonders der gastronomische Trend zu To-Go-Produkten erfreut sich einer zunehmenden Nutzung von Franchise-Konzepten.

Franchise als Konzept

Die grundsätzliche Idee hinter Franchise basiert auf dem einfachen Konzept einer Aufgabenteilung zwischen Franchise-Geber und -Partner. Während der Franchise-Geber das Geschäftsmodell entwickelt und koordiniert, sorgen Franchise-Nehmer für die erfolgreiche Umsetzung der Idee in lokalen und regionalen Märkten. Als Franchise-Geber stellt ein Unternehmen seinen Franchise-Partnern das für die Erschließung der Märkte erforderliche Wissen zur Verfügung und übernimmt die zentralen Marketing-Ideen. Dazu gehören etwa einheitliche Werbung und eine stringente Corporate Identity, die sich auch in einer einheitlichen Gestaltung der Ausstattung und Einrichtung der einzelnen Franchise-Betriebe zeigt.

Expansion mit Franchising

Ob junge und aufstrebende Unternehmer oder bereits etablierte Firmen, eine Expansion des eigenen Unternehmens wird in den meisten Fällen angestrebt. Sei es zur Umsetzung einer visionären Geschäftsidee oder um einen größeren Kundenkreis von den eigenen Produkten beziehungsweise Dienstleistungen zu überzeugen. Im Franchising finden Unternehmer eine besonders lohnenswerte Form der Expansionsmöglichkeit. Das Franchise Konzept eröffnet Franchise-Gebern die Möglichkeit, das eigene Unternehmenskonzept zu vervielfachen. Dies geschieht durch die Kooperation mit selbstständigen Partnerunternehmen (Franchise-Nehmern), durch welche die Geschäftsidee in neue Märkte getragen und dort umgesetzt wird. Bei der Etablierung eines neuen Franchise-Systems oder der Umgestaltung eines bereits bestehenden Unternehmens in ein Franchise-Konzept können Unternehmen durch Weitergabe ihrer Erfahrungen an ihre Franchise-Partner profitieren. Während Geber ihre Geschäftsmodelle samt bestehender Schutzrechte, Ausbildungen, Erfahrungen und weiterer Vorteile den Franchise-Nehmern zur Verfügung stellen, zahlen die Partner im Gegenzug monatliche Gebühren für diese Leistungen.

Franchising-Geschäftsideen sind beinahe so vielfältig wie wirtschaftlichen Branchen selbst, was es jungen Franchise-Gebern erschwert, einerseits das richtige System zu finden und sich gleichzeitig im Markt zu behaupten. Insbesondere in Marktbereichen wie Gastronomie, Fitness und Nachhilfe expandieren Franchise-Konzepte. Doch finden sich innerhalb dieser Bereiche wiederum Spezialisierungen und Verzweigungen. Im Bereich Ernährung sind etwa vegane Produkte, Diät-Produkte und To-Go-Produkte beliebt. So finden sich Franchise-Systeme wie Coffreez, die vor allem auf gekühlte oder gefrorene To-Go-Produkte setzen und etwa Frozen Yogurt anbieten. Damit werden mehrere Trends verknüpft. Auch hierbei sollten Franchise-Geber darauf achten, ihre Partner mit einheitlichen Einrichtungen und ähnlichen Modellen auszustatten. Zur strukturähnlichen Ausstattung finden Franchise-Geber etwa hier Kühlregale vom spezialisierten Lieferanten.

Erfahrungen und Vorteile des Franchise-Gebers

Ein Risiko, das jedes Unternehmen beim Ausbau seines Geschäfts sowie auch jeden Existenzgründer bei der Etablierung seiner neuen Idee betrifft, ist das Expansionsrisiko. Das Wachstum geht mit finanziellen Herausforderungen einher, da Investitionen getätigt werden müssen, deren Kosten nicht immer wie geplant amortisiert werden können. Als Franchise-Geber haben Unternehmen hier einen gewichtigen Vorteil gegenüber Unternehmern, die eigene Betriebe und Filialen ins Leben rufen müssen. Franchise-Geber tragen ein deutlich geringeres unternehmerisches Risiko beim Aufbau von Betrieben in Kooperation mit Franchise-Nehmern. Diese sind juristisch selbstständige Geschäftspartner. Als solche tragen sie sämtliche anfallenden Investitionskosten sowie laufende Ausgaben selbst. Hinzu kommt, dass mit zunehmender Anzahl von Franchise-Betrieben sowohl die Erfahrungen als auch Bekanntheit und Image zunehmen. In der Folge fällt ein weiterer Ausbau leichter und kann immer schneller vonstattengehen.

Marketing-Mix

Als Franchise-Geber hat ein Unternehmen die Möglichkeit, von den Informationen und direkten lokalen Markterfahrungen seiner Franchise-Partner zu profitieren. Die Gestaltung des Marketing-Mix kann immer weiter optimiert werden, wenn die Franchise-Nehmer ihre Informationen an den Franchise-Geber weiterleiten und auch untereinander austauschen. In diesem fortlaufenden Erfahrungsaustausch findet sich ein genau auf die Bedürfnisse des Franchise-Systems und all seiner Betriebe ausgerichtetes Instrument zur Marktanalyse. Im Hinblick auf den zunehmenden Wettbewerb in den expandierenden Märkten ist dies besonders für die Pflege der Kundendatenbank von Vorteil, da alle beteiligten Partner zur Erstellung exakter und umfangreicher Kundenprofile beitragen können.

Personalkosten

Die Aufteilung des Gesamtkonzeptes in Franchise-Geber und mehrere eigenständige Franchise-Nehmer sorgt für schlanke Unternehmensstrukturen. Davon profitieren Franchise-Geber im Wesentlichen in Bezug auf die Personalkosten. Zudem haben Franchise-Nehmer als die selbstständigen Unternehmer die sie sind, eigene Mittel in ihre Betriebe investiert, wodurch sie im Allgemeinen eine hohe Motivation und viel Engagement zeigen. Gleichzeitig können sich Franchise-Geber auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, da die Routineaufgaben des täglichen Geschäfts von den Partnern vor Ort erledigt werden. Somit bleibt für das Unternehmen mehr Zeit zur Entwicklung und Optimierung von Konzepten, für Strategieentwicklung und für die Beratung der lokalen Partner. Kommt es bei den Franchise-Nehmern zu Personalproblemen, so sind diese durch die Arbeitsteilung von den Partnern selbst vor Ort zu lösen, während der Franchise-Geber lediglich Hilfestellungen gibt. In der Folge bleibt die Systemzentrale von den Aufgaben des Personalwesens im Wesentlichen befreit, sowohl was die Kosten als auch was die Risiken betrifft.

Erfahrung im Kundengeschäft

Franchise-Geber profitieren in ihrer Partnerschaft mit Franchise-Nehmern erheblich von deren Erfahrungen. Durch bereits bestehende Netzwerke und Erfahrungen im Kundengeschäft können selbstständige Franchise-Nehmer sich im Allgemeinen intensiver und passgenauer um das Endgeschäft bemühen als angestellte Manager. Kundenkontakte sind damit bereits integraler Bestandteil in der partnerschaftlichen Orientierung von Franchise-Konzepten. Durch lokale Marktkenntnis haben Franchise-Nehmer vor Ort zudem die Möglichkeit, auf Änderungen von Kundenwünschen kompetent einzugehen. Von ebenso großer Wichtigkeit ist es, auf den Tätigkeiten der Konkurrenz und der Entwicklung der Marktsituation entsprechend Rechnung zu tragen. Ein wesentlicher Eckpfeiler eines erfolgreichen Geschäfts ist die Kundenbindung bei gleichzeitiger Gewährleistung einer hohen Rendite.

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