Ratgeber & Podcast

für Franchisezentralen

Neue Erkenntnisse der Mitarbeitermotivation und ihre praktische Anwendung im Franchise-Bereich

Wie wichtig Mitarbeitermotivation für den Erfolg eines
Unternehmens ist, ist schon seit Langem bekannt. Dies gilt ebenso, wenn nicht
noch mehr für Franchise-Systeme. Nur wirklich motivierte Mitarbeiter bzw.
Franchise-Nehmer können ihre Leistungen in vollem Umfang abrufen und dauerhaft
positive Ergebnisse für das gesamte Unternehmen garantieren. Forschungen und
Erkenntnisse hierzu haben gerade in den letzten Jahren Diskussionen angeregt und
neue Wege eröffnet. Viele Autoren haben sich mit diesem Thema und seinen
Möglichkeiten detailliert auseinandergesetzt. Wer im Franchising das Potenzial
einer gezielten Motivation des Franchise-Nehmer bzw. dieser die Motivation
seiner Mitarbeiter effektiv und nachhaltig nutzen will, sollte sich die Mühe
machen und

  1. die einzelnen Aspekte, die diese Motivation
    beeinflussen, analysieren sowie deren Zusammenwirken verstehen.
  2. die verschiedenen Motivationsformen studieren, um die Notwendigkeit einer
    komplexen Herangehensweise zu erkennen.

Die verschiedenen Motivationsfaktoren
Motivation kann
von unterschiedlichsten Faktoren beeinträchtigt werden, hierzu gehören im
Wesentlichen:

  1. die beteiligten Personen: d.h. Franchise-Geber,
    Franchise-Nehmer, aber auch die weiteren Mitarbeiter
  2. die Arbeitsaufgaben und betriebsinterne Abläufe
  3. die Arbeitsplatzsituation
  4. die Unternehmensphilosophie

Motivation ist der Antrieb, der eine Person zu einem bestimmten Verhalten
veranlasst, welches wiederum zu einem wünschenswerten Ziel führen sollte. Jeder
Mensch ist aber bekanntlich verschieden, Mitarbeiter wie Führungskräfte,
Franchise-Nehmer wie Franchise-Geber. Am Anfang sollte daher immer eine Analyse
der verschiedenen Personen stehen, um zu erkennen, welches fachliche, aber auch
soziale bzw. menschliche Potenzial vorhanden ist. Dies kann z.B. auch mittels
einer Befragung geschehen. Ziel ist es auch, zu verstehen, welche persönlichen
Bedürfnisse und persönliche Bereitschaft bei den einzelnen Personen vorhanden
sind und auf welche Anreize man positiv reagieren könnte. Als Vorgesetzter bzw.
Franchise-Geber sollte man sein eigenes Menschenbild, aber auch seine Wirkung
auf andere hinterfragen. Man sollte sich selbst dahin gehend überprüfen, ob man
überhaupt die nötige Motivation mit sich bringt, um andere zu motivieren.

Die Aufgaben, die einem Mitarbeiter anvertraut werden, sagen viel darüber
aus, welchen Stellenwert man dem Mitarbeiter beimisst und wie viel Vertrauen man
ihm entgegenbringt. Im Franchising ist es natürlich wichtig, dass bestimmte
Systemrichtlinien überall eingehalten werden. Dennoch kann man innerhalb dieses
Rahmens Freiräume ermöglichen. Hier gilt es, die richtige Balance zwischen
Fördern und Überfordern, zwischen „freie Hand lassen“ und Kontrolle zu finden.
Von Bedeutung ist außerdem, wie viel Einblick dem Mitarbeiter jenseits seiner
Aufgaben in die größeren Zusammenhänge ermöglicht wird, damit er sich als ein
wichtiger Teil des Unternehmens versteht und erlebt.

Auch ein angenehmer und funktionaler Arbeitsplatz als solcher kann einen
wichtigen Aspekt der Motivation ausmachen. Hierzu gehören sowohl Arbeitsgeräte,
Materialien, Möbel etc. als auch gestalterische Elemente, wie z.B. Farbgebung
oder Bepflanzung. Die Atmosphäre am Arbeitsplatz wird aber vor allem auch durch
den zwischenmenschlichen Umgang geprägt. Wie die Mitarbeiter zueinanderstehen,
wie gut oder schlecht ein Team zusammenarbeitet oder kommuniziert, all das kann
entscheidend die Stimmung im Franchise-System beeinflussen.

Schließlich ist auch das Unternehmen an sich und wofür es steht bzw.
stehen will, ein markanter Punkt der Motivation. Vor allem die Frage, ob sich
die Franchise-Nehmer und deren Mitarbeiter damit identifizieren können.
Wesentliche Unternehmensstrukturen und -ideale sind für die Umsetzung vieler
Motivationsaktionen von entscheidender Relevanz. Allen voran der Punkt, welche
Bedeutung man als Unternehmen überhaupt der Mitarbeitermotivation zukommen
lässt.

Formen der Mitarbeitermotivation
Im Hinblick auf die
verschiedenen Motivationsarten sollte vorausgeschickt werden, dass eine
erfolgreiche Motivation von Mitarbeitern bzw. Franchise-Nehmern für gewöhnlich
das Ergebnis verschiedener miteinander verknüpfter Motivationsarten ist. Es
handelt sich darüber hinaus um einen sehr langwierigen und fortwährend
andauernden Prozess.

Die verschiedenen Maßnahmen zur Motivation werden üblicherweise in zwei
Kategorien aufgeteilt: extrinsische und intrinsische, also solche, die von außen
angeregt werden, und solche, die von einem selbst kommen. Die effektivere stellt
dabei die intrinsische dar, da man hier etwas tut, weil man es selbst so will
bzw. eingesehen hat, nicht weil man positiv oder negativ dazu gedrängt wurde. In
der Praxis werden meist beide Formen angewandt, wobei im Idealfall intrinsische
Motivation überwiegen sollte. Im Wesentlichen lassen sich die Maßnahmen außerdem
auf drei Hauptpunkte konzentrieren:

  1. Belohnung, Anerkennung und Förderung (extrinsisch)
  2. Sinngebung, Identifizierung und Erfüllung von
    Bedürfnissen (intrinsisch)
  3. Verbesserung der Führungskompetenz

Zu den üblichsten extrinsischen Maßnahmen gehört die Belohnung von
Mitarbeitern durch Gehaltserhöhungen oder Bonuszahlungen sowie bestimmte
Auszeichnungen. Nach neuesten Erkenntnissen handelt es sich hierbei zwar um
Maßnahmen, die nicht lange anhalten und auch Gefahren bergen, dennoch können
Belohnungen unter bestimmten Voraussetzungen durchaus effektiv sein. Zunächst
sollte man sich darüber klar werden, dass jeder Mensch auf andere Belohnungen
bzw. Anerkennungen anspricht. Bei dem einen mag es wirklich das Mehr auf dem
Konto sein, während der andere sich eher über den Titel „Franchise-Nehmer des
Monats“ freut. Oft ist nämlich weniger tatsächlich mehr. Auch originelle Gadgets
können hier helfen, vor allem wenn sie, wie z.B. T-Shirts mit Wunschmotiv
individuell gestaltbar
sind und somit eine Identifizierung mit dem
Unternehmen unterstützen. Entscheidend für alle Maßnahmen ist, dass diese
angebracht sein müssen, also wirklich verdient und nicht beliebig. Sie sollten
zudem zeitnah geschehen und durchaus auch vor anderen Mitarbeitern. Als eine
Form der Anerkennung lässt sich schließlich auch die Förderung der Mitarbeiter
verstehen, z.B. durch Weiter- oder Fortbildungen. Im Franchise-Bereich sollte
das ohnehin zu den Leistungen des Franchise-Gebers gehören. Auch sie können
motivieren, da sie das Gefühl geben, dass man es wert ist, gefördert zu werden,
und da sie einem Streben nach Verbesserung und Herausforderung nachkommen.

Ein zentraler Punkt gerade in den neueren Publikationen ist die Frage
nach der Sinngebung. Hier liegt auch der Schwerpunkt der intrinsischen
Motivation. Grundlage hierfür ist eine positive Identifikation mit den
Grundwerten und Perspektiven eines Unternehmens. In der Praxis bedeutet das,
dass ein Franchise-Unternehmen diese Ideale zu vermitteln weiß, und der
Franchise-Nehmer das auch an seine Mitarbeiter weiterzugeben vermag. Transparenz
und Kommunikation sind hier entscheidend. Erleichtert wird eine solche
Identifizierung, wenn man auch seine eigenen Bedürfnisse befriedigt sieht. Wer
sich als Franchise-Nehmer in ein System von Richtlinien und Vorgaben eingezwängt
sieht oder als Mitarbeiter fortwährend Routinearbeiten erledigen muss, ist
weniger motiviert, als jemand, der herausgefordert wird, eigenverantwortlich
arbeiten oder vielleicht sogar Kreativität zeigen darf und dafür auch
wertgeschätzt wird.

Eine Reihe von Maßnahmen zielen schließlich auf die Verbesserung von
Führungskompetenzen ab, da den Vorgesetzten bzw. Franchise-Gebern, wie erwähnt,
eine große Bedeutung in der Motivationsumsetzung zukommt. Hier geht es im
Wesentlichen darum, wie man sich selbst darstellt, wie man Mitarbeiter bzw.
Franchise-Nehmer wahrnimmt und mit ihnen interagiert. Eine Führungsperson sollte
offen und nicht unnahbar, sondern stets zu einem Gespräch bereit sein. Sie
sollte ihre Mitarbeiter wirklich kennen, sowohl fachlich wie menschlich, sowohl
Schwächen wie Stärken. Die Mitarbeiter sollten in Prozesse einbezogen werden und
gut informiert sein. Es sollte klare Vorgaben und Ziele, aber auch Raum für
Anregungen und Kritik geben.
 

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