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067 – Was wir in Sachen Multi-Unit und Multi-Brand aus den USA lernen können

067 – Was wir in Sachen Multi-Unit und Multi-Brand aus den USA lernen können

Rolf Gerhard Kirst und Peter Schwarzer von Franchisepool International sind unentwegt in Sachen Franchising im Ausland unterwegs. Mit ihnen habe ich mich diese Woche auf der European Master- und Multi-Unit Franchising Conference darüber unterhalten, was wir in der deutschsprachigen Franchiseszene von ausländischen Franchisesystemen lernen können.

Während Master-Franchising uns auch im deutschsprachigen Raum geläufig sind, sind wirklich große Multi-Unit-Franchisenehmer mit vielen Standorten selten. Noch viel seltener sind Multi-Brand-Franchisenehmer, die sich mehreren Franchisemarken anschließen oder gar Multi-Brand-Franchisegeber mit mehreren Marken im Portfolio. Ich habe Rolf und Peter gefragt, warum das aus ihrer Sicht bei uns so ist und was uns von den Amerikanern abgucken können.

(Audio 12:25 Min)

Die European Master- & Multi-Unit Franchising Conference war geprägt von einem internationalen Flair. Man hörte alle Sprachen. Vor dem Hintergrund lag ein international geprägtes Thema nahe. Zum Beispiel, was können wir von ausländischen Franchisesystemen lernen und nachmachen, oder gerade besser nicht nachmachen?

Master-Franchising zur internationalen Expansion ist uns auch in deutschland geläufig. Dagegen sind echte, größere Multi-Unit Franchisenehmer eher selten. Es gibt zwar einige Franchisenehmer mit ein, zwei, drei und vielleicht auch ein paar mehr Standorten, doch ist die Dimension in den USA eine gänzlich andere.

Was ist Master-Franchising?

Der Master übernimmt ein Franchisekonzept aus dem Ausland, startet mit einem eigenen Pilotbetrieb als ersten Betrieb im neuen Land und beginnt im Erfolgsfall anschließend in der Rolle des inländischen Franchisegebers neue Franchisenehmer für weitere Standorte seinem Land zu suchen.

Was ist ein Multi-Unit-Franchisenehmer?

Ein Multi-Unit-Franchisenehmer dagegen startet meist mit einem Geschäft und eröffnet weitere gleichartige Geschäfte in einem bestimmten Territorium. Dies sind alles eigene Länden, so dass er nicht die übergeordnete Rolle eines Franchisegebers übernimmt.

Was ist ein Multi-Brand-Franchisenehmer?

Daneben gibt es – nochmal weniger geläufig im deutschsprachigen Raum – sogenannte Multi-Brand Franchisenehmer. Dies sind gewissermaßen Multi-Unit-Franchisenehmer, die mehrere Geschäfte von unterscheidlichen Geschäften haben.

Gerade in den USA gibt es Franchisenehmer, die eine Masse unterschiedlicher Marken und Standorte im Portfolio haben und die mit ihren Multi-Units teilweise mehr verdienen, als ihr Franchisegeber.

Das Thema Multi-Unit ist nach Ansicht von Rolf Gerhard Kirst in Deutschland nur ganz wenig präsent, aber es könnte ein ganz spannendes Thema auch für uns werden.

Ist bei großen Multi-Units-Franchisenehmern Vorsicht geboten?

Aus Sicht von Peter Schwarzer gibt es keinen Grund als Franchisegeber, sich gegen Multi-Unit-Franchisenehmer zu sperren, wenn sie sich vorher dafür erfolgreich qualifiziert haben. Natürlich ist nicht garantiert, dass wer einen Standort erfolgreich betreibt, der auch in der Lage ist, weitere Standorte erfolgreich hochzuziehen. Daher bedarf es hierfür klarer Kriterien. Es gilt zum Beispiel nicht nur das Kriterium “Bin ich profitabel?”, sondern z.B. auch “Folge ich dem System?”. Nur dann ist man effizient und kann entsprechend wachsen und weitere Geschäfte eröffnen.

Was ist ein Multi-Brand-Franchisegeber?

Einerseits gibt es Multi-Unit Franchisenehmer und Multi-Brand-Franchisenehmer. Andererseits gibt es gerade in den USA auch Franchisegeber mit mehreren Marken. Diese gibt es vereinzelt auch bei uns, allerdings selten. In Amerika ist das sehr oft der Fall. Wir Deutschen neigen nach Ansicht von Rolf Kirst eher dazu, uns lieber mit vollem Einsatz für eine Sache fokussieren zu wollen.

Das klassische Beispiel dafür aus den USA ist YUM Brands mit KFC, Taco Bell, Pizza Hut. Was sie selber machen, ist das sogenannte “Co-Branding”. D.h. sie verkaufen je eine Lizenz der verschiedenen Marken an immer ein und den gleichen Franchisenehmer. So nutzen sie Franchisenehmer mit ausgesprochen Standorten für weitere Geschäfte oder die Talente guter und erfolgreicher Operators gleich mit mehreren Marken.

Es gibt mehrere Beispiele in den USA von Franchisegeber-Unternehmen mit einer niedrig zweistelligen Zahl an Marken im Portfolio. Sie haben wiederum eine Ebene tiefer viele tausend Franchisenehmer und Franchisestandorte.

Nächste Epsiode: Transparenz im Franchising

In der nächsten Episode spreche wir darüber, was wir von US-Systemen in Sachen Transparenz lernen können. Warum wir im deutschsprachigen Raum dazu neigen, viele Fakten geheim zu halten, während US-Systeme ganz offen damit umgehen und viele Informationen öffentlich zugänglich sind.

Shownotes

Rolf Xirst bei Xing: https://www.xing.com/profile/RolfGerhard_Kirst/portfolio
Peter Schwarzer bei Xing:https://www.xing.com/profile/Peter_Schwarzer2/cv

Website FranchisePOOL International: https://www.master-franchise-international.com/index.asp

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