Ratgeber & Podcast

für Franchisezentralen

Mitreden – Mitspielen – Mitgestalten!

Das sind die Herausforderungen 2011 für Franchise-Systeme im Kunden- wie im Partnermarkt. Flexibler und mobiler werden. Die Angst vor Kontrollverlust ablegen. Und echten, nachhaltigen Nutzen für die Kundschaft und die Partner/innen bieten. Derart gerüstet, lässt sich mit dem scharfen Wind am Markt gut vorankommen. Eine kleine Auswahl an zentralen Themen, die zu diesen Aussagen führen, finden Sie wie folgt:

Kreativität ist gefragt:
Der andauernde Megatrend Globalisierung führt dazu, dass Sie sich mit Ihrem Franchise-Unternehmen noch klarer profilieren müssen, um im wachsenden und wetteifernden Markt der Franchise- und Lizenz-Angebote wahrgenommen zu werden. Die Auseinandersetzung mit den Wettbewerbsvorteilen im branchenbezogenen Leistungsangebot und zunehmend im Partnermarketing gehören zu Ihren herausfordernden Aufgaben. Und mit den Wettbewerbsvorteilen sind nicht die reinen USP’s (unique selling proposition) gemeint, die die Einzigartigkeit in den Vordergrund heben. Vielmehr kommt es darauf an, wirklich echte Nutzenvorteile zu eruieren, die für Ihre Kunden/Kundinnen und Partner/innen von Bedeutung sind. Diese gilt es dann in ein starkes Markenkonzept einzubinden, um sich am Markt zu behaupten und attraktiv für Franchise-Nehmer/innen zu sein und für andere Marken-Unternehmen! Denn wenn Sie Ihre Marktdurchdringung planen oder internationalisieren wollen, dann können Co-Brandings interessant sein. Mit einem anderen Marken-Unternehmen zusammenspannen, um durch die Verknüpfung der Angebote, Standorte optimal auszuschöpfen und mehr Kunden und Partner/innen anzusprechen. Café-Corner wie das Einstein-Café im Schuhgeschäft „Schuhtick“ und beim Textilunternehmen Peek & Cloppenburg (jeweils in Berlin) machen es vor. Aber es gilt noch viel kreativer zu werden und neue Themenwelten zu kreieren, die z.B. Dienstleister mit Handelsunternehmen verbinden. Und so kann es vielleicht bald Seminarveranstalter in Möbelhäusern geben – wie ich es punktuell schon bei IKEA erlebt habe. Auch kurzfristige Kooperationen mit anderen Markenunternehmen sind aufmerksamkeitsstark, wie es z.B. The Phone House als Pop-up-Store in der Deutschen Bank Berlin der Fall war.

Verkauf ganz kundennah:
Der Megatrend Individualisierung erlebt eine Intensivierung. Damit geht seitens Ihrer Kunden/Kundinnen und Partner/innen eine hohe Erwartungshaltung einher, die an das Vorgenannte anknüpft. Beide Anspruchsgruppen wollen vermehrt auf sie zugeschnittene Angebote. Diese Angebote sollen sinnstiftend und nutzbringend sein, in die Lebenssituation passen und zur persönlichen Entwicklung beitragen. Das impliziert, dass zunehmend mobile, flexible Konzepte punkten, die z.B. zur Entlastung der Kunden/Kundinnen beitragen und zeitlich Abhilfe schaffen, damit andere Optionen wahrgenommen werden können. Vom mobilen Restaurant über den Kochkurs daheim bis hin zum Butlerdienst, gibt es diverse Facetten, die Sie als zusätzliches Standbein in Ihr System integrieren können oder in neue Konzepte einfliessen lassen. Mehr Flexibilität für Ihre Kunden und Kundinnen bringt auch die Verknüpfung Ihres stationären Handels mit digitalen Informations- und Bestellsystemen. Das heisst für Sie, Anreizsysteme für Ihre Partner/innen schaffen, um digitalisierte Lösungen zur besseren Verfügbarkeit von Waren einsetzen zu können.

Erfolg durch Belohnung:
Belohnungskonzepte als persönliche Wertschätzung werden für Ihre Kunden und Kundinnen noch elementarer, denn sie sind sich durchaus ihrer Macht bewusst, wie Kaufverweigerungen und kritische Blog-Kommentare im Internet zeigen. Punktesammeln, Auszeichnungen und/oder Informations- und Kaufvorteile erhalten, sind heute über Internet-Spiele wie z.B. bei Foursquare (www.foursquare.com) möglich. Eingetragene Foursquare-User teilen über ihr Mobiltelefon anderen Nutzern ihren aktuellen Aufenthalt mit. Das kann in einem Museum, einem Café oder Handelsgeschäft sein, von dem aus sie z.B. Empfehlungen abgeben. Bislang wurde das Online-Spiel nur von wenigen realen Geschäften und Gastronomiebetrieben als Möglichkeit der Kundenpflege erkannt. Starbucks und Vapiano belohnen die „Check-ins“ der Foursquare-User in ihren Betrieben mit anerkennenden Badges und/oder Produkten. Auch das Social Network Facebook hat über den in Deutschland gestarteten Dienst „Angebote“ ein Anreizsystem für die User geschaffen, Wenn diese in den Shops der Kooperationspartner „einchecken“, dann können sie z.B. bei Esprit indirekt einen sozialen Beitrag leisten, da Esprit pro „Check-in“ fünf Euro an das SOS-Kinderdorf im indischen Alibaug spendet. Bei Douglas erhalten Facebook-User beim „Check in“ in einem Shop einen Duft gratis. Derlei spielerische Möglichkeiten werden die Promotion und den Verkauf Ihres Franchise-Systems verändern.

Die Interaktion mit der Kundschaft wird also zentraler werden. Das heisst auch, dass der Einbezug Ihrer Franchise-Nehmer/innen in die Weiterentwicklung des Systems noch dringender wird als es heute grösstenteils der Fall ist.

Wenn Sie wissen wollen, welchen Einfluss die aktuellen Strömungen auf Ihr Konzept haben und wie Sie sich innovativ aufstellen können, dann nutzen Sie das Workbook in unserem „Praxisbuch Franchising – Konzeptaufbau und Markenführung “ erschienen im mi- Wirtschaftsbuch-Verlag.

©copyright 04.02.11 Prof. Veronika Bellone

Zur Person
Prof. Veronika Bellone, gebürtige Berlinerin, ist seit 1986 im Franchise-Business tätig, ehemals als Franchisemanagerin bei der Cosy-Wasch-Autowaschanlagen GmbH in Berlin und seit 1991 als selbstständige Franchiseberaterin in der Schweiz. Sie hat u.a. die Schweizer Post, Mövenpick, Fleurop, Warner Bros. und die Berliner Bäder Betriebe beraten. Zudem ist sie Professorin an der Hochschule für Wirtschaft Nordwestschweiz im Fachbereich Marketing. 2009 startet sie mit der Bellone FRANCHISE CONSULTING GmbH, mit einem relevant erweiterten Leistungsspektrum für den gesamten deutschsprachigen Raum, neu durch. In Zusammenarbeit mit dem Brand Consultant Thomas Matla, einem Spezialisten für den Aufbau nationaler und internationaler Marken, bietet Bellone FRANCHISE CONSULTING Beratungen, Coachings und Workshops rund um das Thema Franchising – von der Trend Analyse, über die Markenpositionierung, bis zur Implementierung von Franchise Systemen im Markt.
office@bellone-franchise.com; www.bellone-franchise.com; Bellone FRANCHISE CONSULTING GmbH, Poststrasse 24/ Postfach 1355, CH-6300 Zug, Tel. 0041 41 712 22 -11 Fax -10

Prof. Veronika Bellone
Prof. Veronika Bellone
Bellone FRANCHISE CONSULTING GmbH

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