Ratgeber & Podcast

für Franchisezentralen

Deutsche Franchisegeber in der Türkei

Eine Delegation aus Deutschland besuchte vom 14. – 16. Dezember die türkische Franchisemesse in Istanbul. Die Teilnehmer der Reise waren deutsche  Franchisegeber, Berater, Anwälte und Vertreter des DFV, die sich den Franchisemarkt Türkei einmal aus der Nähe ansehen wollten, um eigene Erfahrungen zu sammeln.

Bei dem Besuch der Messe war der türkische Franchiseverband UFRAD sehr bemüht, die deutschen Gäste gebührend in das Programm zu integrieren. Neben Fachvorträgen von Herrn Brodersen und Herrn Kirst waren alle Teilnehmer zu einem Round Table Gespräch eingeladen, bei dem von türkischer Seite alle Vorstandsmitglieder von UFRAD anwesend waren und umfassend über den türkischen Franchisemarkt berichteten. So konnten die Gäste erfahren, dass sich ähnliche Trends im Franchising vollziehen, wie sie in anderen Ländern ähnlich verlaufen sind. Zur Zeit besteht der Run auf Kaffeekonzepte und es ist schon verwunderlich zu hören, dass in einem Land, in dem die Kaffeekultur weit länger verwurzelt ist als in Europa oder Amerika, dennoch Konzepte wie Starbucks & Co. den Trend des Kaffeehauses ins Land gebracht haben und dies erst vor wenigen Jahren. Heute sieht man auch auf der Messe viele Ableger in Varianten vom American Coffee über das italienische Kaffeehaus bis hin zur deutschen Kaffeekultur, importiert von Dallmayr aus München.

Franchising gewinnt an Attraktivität
Zurück zum Round Table. Die Gäste erfuhren, dass die Türkei mit 74 Millionen Einwohner vor allem eine junge Nation ist. Mehr als 60 % der Bevölkerung ist unter 30 Jahre. Dadurch können sich neue Trends auch verhältnismäßig schnell durchsetzen und Dr. Mustafa Aydin, der Präsident des UFRAD erklärte, dass sich das Business in der Türkei in nur wenigen Jahren sehr stark verändert hat und Franchising sich zur willkommenen Idee für Existenzgründer in der Türkei entwickeln konnte. Dies drückt sich auch durch die 20.000 Besucher der Franchisemesse aus, die nicht nur aus Istanbul kamen, sondern teilweise sogar aus Anatolien anreisten, um neue Idee aufzugreifen. Auch wenn die Kapitalbeschaffung durch sehr hohe Zinsen erschwert wird, so sind die Türken doch sehr einfallsreich und versuchen auch ohne Eigenkapital zu starten oder helfen sich durch private Familienkredite.

Franchisetrends
Nachgefragt nach den Trends, die im Augenblick ‚in’ sind und für welche Systeme eine Zukunft zu erkennen ist, gaben die türkischen Vertreter interessante Informationen. Der Markt für Pizza und Kaffee ist ausgereizt, teilweise sogar übersättigt. Egal ob es Corner Pizza, Pizza Max oder Dominos Pizza heißt, dieser Sektor ist ausgereizt. Im Gastronomiebereich gibt es auch weitere Systeme für Sweet Corn, Hot Dogs und natürlich türkische Fast food Konzepte. Bedarf besteht im Erziehungsbereich für Kinder. Das Schulsystem in der Türkei sei nicht ausgereift, meinten die türkischen Vertreter und daher suchen Eltern eine zusätzlich Bildungsmöglichkeit für Ihre Kinder. Ein weiterer Bereich, der sich gut entwickeln wird, ist der Bereich im Automobilservice, egal ob Werkstätten, Scheibenreparatur oder Reifendienste, deutsche Systeme könnten als gute Partner hier erfolgreich sein.  

Fazit
Zusammenfassend darf man resümieren, dass die Türkei ein großer und schnell wachsender Markt ist. Wie überall im Ausland bestehen natürlich andere wirtschaftliche Grundlagen, aber die Menschen sind aufgeschlossen gegenüber neuen Ideen und Trends. Einen Satz auf Türkisch hat man uns mit auf den Weg gegeben: „Türkiye’ye Hoşgeldiniz“  (Willkommen in der Türkei).

Rolf G. Kirst
Franchise Pool International
Tel. 0861-989760   mobil: 0172-2485232
Website:  www.franchisepool.org

©copyright 01.12.07

Rolf Gerhard Kirst
Franchise Pool International e.K.

Spezialisiert auf internationales Franchising, Vermittlung von Masterpartnern und Beratung für die Auslandsexpansion deutscher Franchisegeber. Internationales Netzwerk mit Franchiseexperten.

Erhalten Sie Experten-Knowhow im Newsletter!